Menschenrechte im Schatten der Zäune
Am 24. Juni 2022 starben mindestens 27 Menschen bei dem Versuch, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu überwinden. Dieses „Nador-Melilla-Massaker“ symbolisiert ein extremes, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für die gravierenden Folgen des Grenz- und Migrationsmanagements in Melilla. Ungeachtet dessen halten Spanien und die Europäische Union an ihrer restriktiven Migrationspolitik und der sicherheitsorientierten Zusammenarbeit mit Marokko fest. Gleichzeitig setzen Organisationen des Dritten Sektors auf „Political Borderwork“, um (Menschen-) Rechtsverletzungen sichtbar zu machen und sich für einen migrationspolitischen Wandel einzusetzen.