Frauke Rostalski lehnt in ihrem Buch „Wer soll was tun? Warum wir nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind“ jegliche individuelle und nationale Verantwortung zum Klimaschutz ab, da derzeit aufgrund eines fehlenden globalen Systems keine Maßnahme effektiv sein könne. Ohne Effektivität aber bestünde keine Verantwortung. Sie argumentiert, dass Klimaschutz im Privaten derzeit nur Gesinnungsethik sei. Dabei ginge es va um die Erhöhung des eigenen moralischen Status, ein tatsächlicher Mehrwert für den Klimaschutz könne hingegen nicht bewirkt werden. Der Staat wiederum solle zwar auf ein effektives globales System hinwirken, ansonsten aber seinen CO2-Ausstoß nicht reduzieren, insb solle auch nicht (zu stark) in die Freiheit der Bürger:innen eingegriffen werden. Einen absoluten Vorrang des Lebensschutzes gegenüber der Freiheit gebe es gerade nicht. Wie sehr Rostalskis Argumente überzeugen, soll hier kritisch geprüft werden.